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Hofgut Ringelshausen
35410 Hungen

Über 750 Jahre Geschichte auf dem Hofgut Ringelshausen

Erste Erwähnung 1242

Die Gründung des Hofgutes Ringelshausen geht auf den hessischen, fränkischen Uradel zurück. Das Hofgut war ein freiadeliges Rittergut auf dem sich der Adelige Ringolf oder Richolf niederließ. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1242; damals war es ein freiadeliges Rittergut des Hermann zu Ringelshausen. 1308 gehörte das Gut dem Ritter Guntram von Ulfa, um die Wende des 13. zum 14. Jahrhunderts ist Ritter Eberhard von Schweinsberg, genannt Schenk, Herr von Ringelshausen und um 1435 Erwin Huf von Heiligenberg.

Klosterbesitz der Antoniter

Um die Mitte des 15. Jahrhunderts gewann der Antoniter-Orden in Grünberg Einfluss auf das Hofgut, indem Ulricht von Schlüchtern, gernannt Katzenbiß, seinen Zehnten zu Rennyngeshausen für 350 Gulden den Antonitern verkaufte. Doch schon vorher schien der Landesherr, Graf Johannes von Ziegenhain, den Mönchsorden mit dem Gut belehnt zu haben. Nach der Einführung der Reformation durch den Landgrafen Philipp dem Großmütigen  von Hessen fiel seinem Land im Zuge der Säkularisierung auch der Klosterbesitz der Antoniter zu.

Universitätshof

Landgraf Philipp der Großmütige überwies den Klosterbesitz 1540 an die Universität Marburg. 1607 nahm Ludwig V. von Hessen-Darmstadt diese Güter für seine neu gegründete Hochschule in Gießen in Besitz. In der Zeit der Aufhebung der Universität Gießen zwischen 1624 und 1650 kamen Güter und Gefälle des Antoniterklosters wieder an die Universität Marburg. Ab 1650 gehörten sie dann dauerhaft der Universität Gießen.

30-jähriger Krieg

Mehr als die Hälfte des Geländes lag jahrelang unbebaut. Auch der Weinbau an den Berghängen gegen Rodheim kam zum Erliegen. "Von der verwüsteten Flur konnte nicht einmal eine Schafherde ernährt werden", so die Geschichtsschreiber. Rettung kam mit Wendelin Reichhardt von Ulfa. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gut in den Händen der Familien Stegk, Reichhardt und Waldschmidt.

Staatsdomäne

1813 wurde der Hof von der Universität Gießen abgetrennt und zur Staatsdomäne erklärt. Bis zum Jahr 1888 war der größte Teil des Hofguts an den Fürsten zu Solms-Braunfels übergegangen.

Der Bürgermeister von Rabertshausen übernimmt

1930 erwirbt Karl Reichhardt das Hofgut.

Irmgard Reichhardt (1935 - 1994) - Landwirtin und Politikerin

Die hessische Staatsministerin für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz (1987 - 1991) lebte nach ihrer Heirat mit Arnold Reichhardt auf dem Hofgut Ringelshausen.


Quelle: Aus „1200 Jahre Hungen“ 782 – 1982 aus „Häuser erzählen Geschichten, Hungen-Rabertshausen“ erschienen Januar 1992.

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